Vor einigen Monaten war an dieser Stelle schon einmal das Renditedreieck des deutschen Aktieninstituts (DAI) Thema - als es um die erwartete Rendite einer Investition in den Aktienmarkt ging. Leider konnte ich damals keinen Link zu einem aktuellen Renditedreieck liefern. Zum Jahresende hat die FAZ nun allerdings ein aktualisiertes Renditedreieck veröffentlicht, das auch das Jahr 2011 enthält - maximal können zwar die Tage bis Weihnachten berücksichtigt sein, aber das macht ja keinen großen Unterschied. Wirklich neue Erkenntnisse liefert das Dreieck zwar nicht, aber interessant ist es allemal. Es zeigt: Auch zehn Jahre sind nicht unbedingt eine lange Zeit, wenn man Aktien kauft. Wer 1999 in den DAX investiert hat, darf sich jedenfalls immer noch nicht über einen Gewinn freuen. Andererseits haben 25 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg noch immer für eine ansehnliche Rendite gereicht (ein Glück, dass es kein Renditedreieck für den NEMAX gibt, ich fürchte, da sähe das deutlich schlechter aus...).
Vielen Dank an Gerhard für den Hinweis auf den Link!
Die Bafin hat vor "massiven Kaufempfehlungen" für Aktien der Research & Recovery Ltd. (ISIN: CA9043511034) gewarnt, die derzeit offenbar per FAX und E-Mail an alle möglichen Adressen versandt werden. "Die Kaufempfehlung erfolgt dabei unter Hinweis, dass die Aktie um sagenhafte 2.000 Prozent steigen werde", erklärt die Aufsichtsbehörde. Zudem werde damit geworben, dass Microsoft das Unternehmen zu einem Preis von 8,50 € je Aktie übernehmen wolle.
mehr...
Heute ist einer dieser Tage, an denen ich die Finanzmärkte besonders wenig verstehe - und das liegt nicht am starken morgendlichen Anstieg der Börsen, der von einem umso heftigeren Absturz am Nachmittag pulverisiert wurde. Mich hat eine kleine Randnotiz stutzen lassen: Die Homag AG, ein weltweit führender Hersteller von Maschinen für die holzverarbeitende Industrie, veröffentlichte hat heute eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Die Aktie verlor im Xetra-Handel 14 Prozent. Der wichtigste Anteilseigner von Homag, die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG), war dagegen heute mit einem Plus von mehr als 3 Prozent der größte Gewinner im Nebenwerte-Index SDAX. Komisch, oder?
mehr...
Auch wenn es in den vergangenen Wochen etwas ruhiger zuging: IPOs (Initial Public Offerings, also Börsengänge) von Internet-Unternehmen sind wieder in. Heute erst hat Handelsblatt.com in einem Artikel die Vorzüge der "neuen Anlageklasse" gepriesen. Unter den Wachstums-Unternehmen, die in den vergangenen Monaten den Weg an die Börse suchten waren (inzwischen) prominente Namen wie der russische Suchmaschinenbetreiber Yandex, das chinesische Social Network Renren und das US-Business-Netzwerk LinkedIn, aber auch kleinere Firmen wie die Dating-Website Friend Finder.
mehr...
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) warnt vor Fax-Spam, die zum Kauf von Aktien obskurer Firmen wie Dynamic Systems Holdings Inc. (ISIN CA2680111036) oder Idea Fabrik Plc. (ISIN GB00B61CVK31) animieren soll. In den Schreiben wird darauf hingewiesen, dass eine Übernahme der Unternehmen bevorstehe. Deshalb sollen 250 bis 300 Prozent Gewinn möglich sein - fragt sich nur, für wen. Zu erkennen sind die mutmaßlich betrügerischen Schreiben daran, dass sie von einem "Wolfgang" handschriftlich verfasst und an einen "Holger" adressiert sind (ich habe übrigens trotzdem noch keines dieser Faxe erhalten).
mehr...
Eigentlich komisch, dass niemand früher einen solchen ETF auf den Markt gebracht hat, aber jetzt hat Comstage die Lücke gefüllt: Seit gestern ist ein ETF über Xetra handelbar, der den deutschen Small-Cap-Index SDAX trackt (ISIN LU060394288). Grundsätzlich eine gute Idee, finde ich - auch wenn ein solches Produkt im Depot eines normalen Privatanlegers im Grunde nichts zu suchen hat.
mehr...
Gerade erst hat die Deutsche Telekom wieder Zahlen vorgelegt. Sie waren, wie gehabt, nicht besonders gut. Und wie gehabt schüttet die Telekom eine Dividende an ihre Anteilseigner aus, die höher ist als der Jahresgewinn. Das bringt dem Unternehmen regelmäßig die Kritik ein, dass es seine Dividende aus der Substanz zahle und sie sich eigentlich nicht leisten könne. Die Telekom-Dividende hat für die Anleger aber auch einen handfesten Vorteil. Sie ist steuerfrei. Wieso eigentlich?
mehr...
Inhaltlich gibt es keine wesentlichen neuen Erkenntnisse in Sachen ETF auf den MSCI All Countries World Index. Da mit Lyxor ETF inzwischen aber auch die letzte der vier vor einiger Zeit von mir angeschriebenen ETF-Gesellschaften geantwortet hat, möchte ich diese Antwort der Vollständigkeit halber ebenfalls kurz (also: komplett) wiedergeben.
mehr...
Das Thema kocht immer wieder mal hoch, auch hier, in diesem Blog: Wie schafft man es, mithilfe von ETFs möglichst einfach die Aktienmärkte der gesamten Welt im eigenen kleinen Wertpapierdepot abzubilden? Beste Lösung bisher: die Kombination eines ETF auf den MSCI World mit einem ETF auf den MSCI Emerging Markets, zu besichtigen zum Beispiel in meinem Musterdepot mit nur drei ETFs (ein Anleihen-ETF ist da auch noch drin). Dabei ginge es theoretisch noch einfacher. MSCI Barra hat nämlich auch einen Index im Angebot, der die Aktienmärkte der entwickelten Länder im MSCI World und der Schwellenländer im MSCI Emerging Markets vereint: den MSCI All Countries World Index (kurz: MSCI ACWI). Warum gibt es in Deutschland eigentlich keinen ETF, der diesen Index abbildet? Ich habe nachgefragt.
mehr...
Es war Anfang Januar, als ich mich in einem Artikel beschwerte, dass das Magazin Capital in einem Artikel versprochen hatte, 15 Substanz-Aktien für das Jahr 2010 zu empfehlen und dann tatsächlich nur neun Aktien geliefert hatte. Außerdem hatte ich versprochen, am Ende jedes Quartals das Abschneiden der Aktien zu kontrollieren. Gehalten habe ich mein Versprechen ebenso wenig wie die Capital-Redaktion ihres. Aber zu Weihnachten wollte ich dann doch mal schauen, wie sich das Capital-Portfolio im (fast) abgelaufenen Jahr geschlagen hat. Und siehe da - das Urteil muss lauten: ziemlich gut.
mehr...