Immobilienfonds sind offen fürs Ausland
Während viele Investoren sich noch freuen, dass der deutsche Immobilienmarkt sich in der Krise relativ stabil zeigt, richten die Manager der Offenen Immobilienfonds ihren Blick ins Ausland: Einer Mitteilung des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) zufolge haben die Fonds den Anteil ausländischer Immobilien in ihren Portfolios in den vergangenen Monaten weiter ausgebaut. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem außereuropäischen Ausland.

So stieg der Auslandsanteil in den Portfolios von Ende März 2008 bis Ende März dieses Jahres von 68,6 auf 70,3 Prozent. Der Anteil der Immobilien in außereuropäischen Ländern stieg sogar von 9,7 auf 12,3 Prozent. Die Investitionsschwerpunkte waren dabei die USA, Kanada und Japan. Dagegen sank der Deutschlandanteil von 31,4 auf nur noch 29,8 Prozent. Und auch der Anteil britischer Immobilien an den Portfolios ist gesunken – nämlich von 11,5 auf 9,5 Prozent. Das dürfte auch der Krise geschuldet sein, die auf der Insel besonders heftig ausgefallen ist. Was die geographische Aufteilung angeht, dürften die Offenen Immobilienfonds in ihrer Gesamtheit also recht gut diversifiziert sein – auch wenn das über einzelne Fonds natürlich noch gar nichts aussagt.
Die Größe der Objekte Offener Immobilienfonds
Aber wie sieht es bei der Größe der Objekte in den Portfolios aus? Auch da spricht der BVI von einem „breiten Spektrum“. Und zumindest vordergründig gesehen hat der Verband auch recht. Knapp zwei Drittel der insgesamt 1.588 Objekte der Offenen Immobilienfonds haben einen Verkehrswert von weniger als 50 Mio. Euro. Und 630 davon liegen sogar unter 25 Mio. Euro. Allerdings: Gewichtet man die Anteile an den Portfolios nach dem Verkehrswert, dann machen die kleineren Immobilien unter 50 Mio. Euro Verkehrswert nur noch 24,7 Prozent des Vermögens der Offenen Immobilienfonds aus. Klingt schon nicht mehr so gut, oder? Dabei wäre es im Moment ziemlich schön, möglichst viele kleine Objekte im Portfolio zu haben – weil sich diese auch in Krisenzeiten einfacher verkaufen lassen.
Offene Immobilienfonds: die Nutzungsarten der Immobilien
Zum Schluss noch ein Blick auf die Nutzung der Immobilien der Fonds: 64,6 Prozent der Objekte waren Ende März Büroimmobilien, etwas weniger als im Vorjahr. Der Bereich Einzelhandel und Gastronomie machte 19,5 Prozent aus, also etwas mehr als im Vorjahr. Und zu den Bereichen Hotels, Industrie und Sonstige gehörten 15,8 Prozent der Bestände.
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