Alstria und ich - das Umtauschangebot
Jetzt habe ich also das Umtauschangebot angenommen. Keines der vielen merkwürdigen Angebote für verschiedenste Offene Immobilienfonds allerdings, sondern das Angebot von Alstria, die Bardividende in Alstria-Aktien zu tauschen.
Eigentlich mochte ich das Angebot, seit ich (bei der Verkündung des Ergebnisses fürs Geschäftsjahr 2008?) erstmals davon gehört hatte. Aber trotzdem: Einfach war es nicht. Schließlich hat schon mein Vater immer gesagt: Wer tauschen will, will betrügen. Ja, mein Vater ist Kaufmann, und es war immer schwierig, ihm irgendwelchen alten Kram anzudrehen, den ich nicht mehr wollte.
Jedenfalls: Ich hatte lange genug Zeit, nach einem Haken am Aktiendividenden-Angebot zu suchen. Das habe ich dann auch ausführlich getan. Aber gefunden habe ich keinen. Höchstens einen für Aktionäre, die das Angebot nicht annehmen. Deren Anteile werden schließlich ein wenig verwässert.
Aber sonst? 4,16 Euro je Anteil, 23 Prozent Discount auf den Referenzkurs. Keine Verkleinerung meiner Alstria-Position durch die Ausschüttung, keine Kosten für die Wiederanlage der Dividende. Und Steuern höchstens auf die Differenz zwischen dem Kurs, zu dem die Aktien zugeteilt werden, und dem tatsächlichen Börsenkurs (oder dem Referenzkurs? Der Fachbegriff lautete „gemeiner Wert der Aktien“). Deswegen habe ich auch eigens die IR-Abteilung von Alstria gelöchert, was eigentlich immer schön ist, weil die Antwort in der Regel schnell kommt und sogar verständlich ist. Das ist ja leider keine Selbstverständlichkeit.
Am Ende war es also klar, dass ich das Umtauschangebot annehmen würde. Das führte dann zu der leicht schizophrenen Situation, dass ich am 16., 17. und 18. Juni, als der Referenzkurs für den Umtausch festgelegt wurde, die ganze Zeit auf sinkende Aktienkurse hoffte, damit ich mehr Anteile für meine Dividendenansprüche bekäme. Albern, ich weiß, aber irgendwie nicht zu vermeiden. Gestern begann dann trotzdem ein wilder Kursanstieg, der sich heute fortgesetzt hat. Ist ja auch schön.
Jetzt bin ich nur noch gespannt, wie viele Aktien ich am 6. Juli tatsächlich erhalte. Schließlich schüttet Alstria insgesamt mehr als 28 Mio. Euro an die Aktionäre aus, und für die Aktiendividende stehen nur 1.34 Mio. eigene Aktien (oder so, bin zu faul zum Nachschauen) zur Verfügung. Der Großaktionär Natixis hat sich schon für die Auszahlung in Aktien entschieden, das ganz wird also wohl ein Fall von viel Lärm um eine ziemlich kleine Aktion. Denn nun werden die Aktien wohl anteilig unter den Dividendenberechtigten verteilt – und für mich bleiben dann fünf oder zehn oder 20 Aktien übrig. Na ja, bald werde ich es wissen.








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