Anleger kaufen Aktienfonds, verkaufen Geldmarktfonds
Der Bundesverband Investment und Asset Management hat seine Absatzstatistik zum ersten Halbjahr 2009 veröffentlicht. Sie zeigt: Obwohl die Deutschen einer Umfrage zufolge auf recht breiter Front ihr Vertrauen in Fonds verloren haben, investieren sie. 3,7 Mrd. Euro waren es von Januar bis Ende Juni. Der Großteil davon kam allerdings von institutionellen Anlegern.
Von den 3,7 Mrd. Euro wanderten nämlich 2,2 Mrd. Euro in Spezialfonds, die nur institutionellen Anlegern offen stehen. In die auf Privatanleger zugeschnittenen Publikumsfonds flossen 1,5 Mrd. Euro.
Die Gewinner: Aktienfonds
Unter den Publikumsfonds waren vor allem Aktienfonds beliebt - ihnen flossen netto 4,9 Mrd. Euro zu. Aber auch die krisengeschüttelten Offenen Immobilienfonds hatten Nettozuflüsse in Höhe von 3,1 Mrd. Euro zu verzeichnen. Ebenfalls im grünen Bereich: Hybridfonds (1,9 Mrd. Euro), alternative Anlagefonds (1,7 Mrd. Euro), wertgesicherte Fonds (1,6 Mrd. Euro) und Mischfonds (0,2 Mrd. Euro). Unter den Aktienfonds waren Deutschlandfonds (2,4 Mrd. Euro Zuflüsse) und globale Fonds (1,9 Mrd. Euro) besonders gefragt. Der Europa-Gedanke scheint bei Anlegern immer noch nicht allzu weit verbreitet zu sein.
Die großen Verlierer: Geldmarktfonds
Die großen Verlierer des ersten Halbjahres waren Geldmarktfonds. Aus ihnen zogen Anleger netto 11,1 Mrd. Euro ab. Schon ein satter Betrag. Offenbar bin ich doch nicht der einzige, der sich fragt, wozu die Dinger eigentlich gut sein sollen (außer zur Bereicherung von Fondsgesellschaften und Vertriebsorganisationen – den Teil hatte ich verstanden).
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