Investmentbarometer: Privatanleger sind optimistischer
Die Börsen steigen, die Skepsis sinkt: Jeder dritte deutsche Privatanleger blickt optimistisch in die Zukunft. Das ergab zumindest eine Befragung von JP Morgan Asset Management. Mich haben sie nicht gefragt, aber ich bin ja ohnehin immer optimistisch.
Der Anteil der Börsen-Optimisten ist damit zum zweiten Mal in Folge gestiegen. 34,3 Prozent der Anleger glauben an eine positive Entwicklung des DAX in den kommenden sechs Monaten. Das sind fast doppelt so viele wie noch im März. Damals, auf dem hoffentlich endgültigen Tiefpunkt der Baisse, glaubten nur 17,3 Prozent der Befragten an eine positive Entwicklung der Börse.
Der Anteile der Börsen-Skeptiker sinkt
Auch der Anteil der Skeptiker sank weiter, nämlich von 34,1 auf 27,1 Prozent. Bei der vorigen Befragung im Mai hatte die Anzahl der Skeptiker sich bereits fast halbiert. „Die deutschen Privatanleger scheinen nun von einem weiteren Börsenaufschwung überzeugt zu sein: Erstmals seit August 2008 gibt es wieder mehr Optimisten als Börsen-Skeptiker“, kommentiert Jean Guido Servais von JP Morgan Asset Management das Ergebnis.
Das spiegelt sich auch im so genannten J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Gesamtindex wider: Er ist um 1,3 Prozentpunkte gestiegen und notiert nun bei 0,4. Im März hatte er mit einem Wert von -6 sein Allzeit-Tief erreicht.
Muss man jetzt schon wieder Angst haben? Vielleicht nicht: Die Stimmung sei noch wesentlich gedrückter als im Herbst 2005, als der Index bei gleichem DAX-Stand zwischen 3 und 4 pendelte, kommentiert JP Morgan.








Leider – naja, wir Value-Investoren profitieren davon – steigen die meisten Anleger erst ein, wenn die Aktien hochlaufen. Wie sagt doch Warren Buffett: “Sei gierig, wenn alle zittern. Und zittere, wenn alle gierig werden.”