Börse Stuttgart ändert Gebühren für Fonds, ETFs und Co.
Mit einer neuen Gebührenstruktur für den Handel mit Fonds, ETFs, ETCs, Optionsscheinen und Zertifikaten will die Börse Stuttgart für "nachhaltiges Wachstum" sorgen. Vorteile bietet die neue Struktur vor allem für kleinere Käufe und Verkäufe. Wer eher größere Transaktionen vornimmt, wird dagegen ein klein wenig schlechter gestellt.Die Änderung der Gebührenstruktur wird zum 1. Oktober wirksam. Bisher zahlen Anleger noch ein Fix-Entgelt von 2,38 Euro. Hinzu kommt ein variables Entgelt in Höhe von 0,08 Prozent des Ordervolumens, mindestens aber 75 Cent (das ist der so genannte Floor). Die Entgeltobergrenze (Cap) liegt bei 14,38 Euro.
Die neue Regelung sieht vor, dass das Fix-Entgelt wegfällt. Dafür steigt (natürlich, möchte man schreiben) das variable Entgelt. Es beträgt künftig 0,119 Prozent des Ordervolumens. Dafür fällt der Floor weg. Allerdings steigt auch der Cap von 14,38 auf 14,50 Euro.
Gebühren: Beispiele für verschiedene Ordergrößen
Für verschiedene Ordergrößen sieht das dann so aus:
- 1000 Euro: 1,19 Euro (bisher: 3,13 Euro)
- 2000 Euro:2,38 Euro (bisher: 3,98 Euro)
- 5000 Euro:5,95 Euro (bisher: 6,38 Euro)
- 10.000 Euro:11,90 Euro (bisher: 10,38 Euro)
Man sieht: Wer für 10.000 Euro kauft, kommt schon ein Stück schlechter weg als vorher. Aufgrund des Caps bei 14,50 werden die Unterschiede aber nicht wirklich riesig. Und für Privatanleger wie mich ist natürlich ohnehin vor allem interessant, inwieweit die Banken eine solche Gebührenänderung weitergeben. Ich habe jedenfalls bei Cortalconsors noch nie für weniger als 9,95 Euro irgendein Wertpapier geordert. Und dann ist auch immer noch die Rede von einer Maklercourtage...








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