Gleich zehn neue Easy ETFs auf Xetra - und nicht mal alle unsinnig
Der Anbieter Easy ETF hat gleich zehn neue ETFs an die Börse gebracht. Sie werden seit dieser Woche über Xetra gehandelt. Zwar sind auch einige der üblichen Short-Hebel-Dinger dabei, aber dennoch: Den einen oder anderen Fonds kann man tatsächlich brauchen.
So bietet Easy ETF nun auch Fonds an, die schlicht die beiden europäischen Blue-Chip-Indizes Euro Stoxx 50 und Stoxx 50 abbilden. Bei beiden Indizes können Anleger zwischen einer thesaurierenden und einer ausschüttenden Variante wählen. Keine schlecht Sache - Konkurrenz sollte schließlich das Geschäft beleben. Die vier Easy-ETF-Produkte sind allerdings relativ teuer - erst recht im Vergleich mit dem ETF von DB-X-Trackers, der ganz ohne Verwaltungsgebühr auskommt. Und schließlich können Anleger nun uch in den breiter gefassten europäischen Benchmark-Index Stoxx 600 mit Hilfe eines Easy ETF investieren.
Für jeden Long-ETF gibt's auch ein Short-Produkt
Schon alberner ist die Tatsache, dass die Fondsgesellschaft zu jedem der oben genannten Indizes auch einen zweifach gehebelten Short-ETF anbietet. Die Dinger bilden also die zweifache umgekehrte Tagesperformance des betreffenden Index ab. Und ich frage mich bei jeder entsprechenden Neu-Emmission wieder, wer so was eigentlich braucht. Institutionelle Investoren? Oder zielen diese Produkte inzwischen doch stark auf Privatanleger?
Zwei ETFs für den amerikanischen Aktienmarkt
Deutlich sinnvoller sind da schon die beiden ETFs, die den amerikanischen Aktienmarkt abdecken. Der Easy ETF S&P 100 verfolgt die Entwicklung der 100 größten Unternehmen der USA (nach Marktkapitalisierung). Braucht man nicht wirklich, da man schließlich sehr einfach auch einen größeren Teil des Marktes abdecken kann, richtet aber zumindest auch keinen Schaden an.
Mein persönlicher Lieblings-ETF unter den neuen Produkten ist aber der Easy ETF Russell 1000, der 90 Prozent der Marktkapitalisierung des amerikanischen Aktienmarktes abdecken soll. Hübsch. Die Verwaltungsgebühr von 0,35 Prozent scheint sich auch in einem sehr vernünftigen Rahmen zu bewegen. Und wenn man den Russell-1000-ETF in seinem Depot um einen Fonds auf den Russell 2000 (von einem anderen Anbieter) ergänzt, dann deckt man die USA wirklich gut ab.
Zu guter Letzt gibt es auch noch einen neuen Geldmarkt-ETF: Der Easy ETF EuroMTS EONIA bezieht sich auf den von der Europäischen Zentralbank festgestellten effektiven Tagesgeldsatz..
Die neuen ETFs im Überblick
- EasyETF DJ STOXX 600 Double Short (ISIN: FR0010689687, Verwaltungsgebühr: 0,60 Prozent)
- EasyETF EURO STOXX 50 Double Short (FR0010689695, 0,50 Prozent)
- EasyETF EURO STOXX 50 (A Share) (FR0010129064, 0,25 Prozent)
- EasyETF EURO STOXX 50 (B Share) (FR0010129072, 0,25 Prozent)
- EasyETF STOXX 50 Europe (A Share) (FR0010153387, 0,30 Prozent)
- EasyETF STOXX 50 Europe (B Share) (FR0010148858, 0,30 Prozent)
- EasyETF EuroMTS EONIA (FR0010616268, 0,15 Prozent)
- EasyETF S&P 100 (EUR) (FR0010616300, 0,30 Prozent)
- EasyETF DJ STOXX 600 (FR0010616250, 0,35 Prozent)
- EasyETF Russell 1000 (EUR) (FR0010616292, 0,35 Prozent)








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