Scoach führt einen Index für Aktienanleihen ein

Zertifikate haben seit der Finanzkrise und der Pleite von Lehman Brothers ein "kleines" Imageproblem. Das heißt aber natürlich nicht, dass deshalb keine Zertifikate mehr aufgelegt werden - sie heißen nur anders. Beispielsweise ist der Name "Anleihe" mit allen möglichen Zusätzen inzwischen sehr beliebt. Das hat die Stiftung Warentest genauso festgestellt wie das Verbraucherschutzportal Verbraucherfinanzwissen.de. Nun nimmt auch die Frankfurter Derivatebörse Scoach die Entwicklung zur Kenntnis - und führt einen eigenen Index für Aktienanleihen ein.

Die sind ein Musterbeispiel der Gattung "getarnte Zertifikate" und seit längerer Zeit am Markt. Nur haben sie eben in diesem Jahr einen enormen Aufschwung genommen. Das hält auch die Deutsche Börse in ihrer Pressemitteilung fest: "Seit Inkrafttreten der Abgeltungsteuer und dem damit einhergehenden Ende der steuerlichen Benachteiligung von Aktienanleihen erfreut sich diese Produktstruktur bei den Anlegern zunehmender Beliebtheit."

Index misst Performance von 20 ausgewählten Aktienanleihen

Sei's drum: Der neue Index misst jedenfalls die Performance von 20 durch die European Derivatives Group ausgewählten Aktienanleihen, deren Basiswerte im Euro Stoxx 50 enthalten sind. Als Maßstab für die Aufnahme in den Index dient das Volumen der in die verschiedenen Aktienanleihen investierten Gelder. So soll eine repräsentative Abbildung des Marktes erreicht werden.

Was fehlt noch? Genau: der Name des neuen Index. Er heißt - taraaa! - Scoach-Aktienanleihen-Index. Eine passende Abkürzung hat die Deutsche Börse nicht mitgeliefert. Aber SAX liegt nahe - und klingt auch hübsch musikalisch.

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