Neuer ETF: der iShares DJ STOXX Global Select Dividend 100 (DE)

Endlich mal wieder ein interessanter neuer ETF: iShares trackt jetzt auch den DJ STOXX Global Select Dividend, einen weltweiten Dividenden-Index. Und hat dazu einen voll replizierenden ETF aufgelegt, der seinen Rechtssitz sogar in Deutschland hat.

Nüchtern betrachtet sind solche Dividenden-ETFs eigentlich nicht der Bringer, schließlich beinhalten sie eine sehr eigene Auswahl von Aktien und ähneln damit aktiven Management-Strategien. Als Ersatz für einen MSCI-World-ETF für eine passive Indexing-Strategie eignet sich ein solcher ETF also sicher nicht. Aber irgendwie mag ich die Dividenden-Dinger trotzdem. Und ein weltweiter Dividenden-ETF, der 100 Aktien enthält und dabei die Regionen Europa, Nordamerika und Asien/Pazifik berücksichtigt, ist schon interessant.

So funktioniert der iShares DJ STOXX Global Select Dividend 100

Für den Index kommen alle Unternehmen aus dem DJ STOXX Global 1800 (dem Dow-Jones-Pendant zum MSCI World) infrage, die in den vergangenen fünf Jahren kein negatives Dividendenwachstum hatten und nicht mehr als 60 Prozent ihres Gewinns ausgeschüttet haben. Was den letzten Punkt angeht, gibt es für Asien eine andere Obergrenze: 80 Prozent. Das dürfte mit der immensen Auswahl an dividendenträchtigen asiatischen Aktien zu tun haben.

Denn: Die enthaltenen Titel werden für jede Region einzeln ausgewählt. Innerhalb der Regionen werden nur Titel aufgenommen, deren Netto-Dividendenrendite über dem Durchschnitt liegt. Die Gewichtung erfolgt nach der Netto-Dividendenrendite. Kein Unternehmen darf mehr als 15 Prozent Indexgewicht haben. Angepasst wird der Index jährlich im März.

Fakten zum iShares DJ STOXX Global Select Dividend 100

  • ISIN: DE000A0F5UH1
  • WKN: A0F5UH
  • Managementgebühr (TER): 0,47 Prozent
  • Ertragsverwendung: ausschüttend
  • Fondsvolumen: 3 Mio. Euro

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zwei Kommentare

Harald

Hallo Holger,

in den USA sind die Vanguard Indexfonds eine Alternative zu den ETF´s, hier entfallen die Kauf- und Verkaufsgebühren, was meiner Ansicht nach ein großer Vorteil darstellt, weiterhin sollen dort die Verwaltungsgebühren auch sehr günstig sein, sind diese Fonds auch in Deutschland zu kaufen,
vG
Harald.

Harald, - 21-04-’12 23:49
Anonymous

Hallo Harald,

Als deutscher Anleger kannst Du beliebige Wertpapiere erwerben, so auch die amerikanischen Vanguard-Fonds. Anders als in den USA gibt es nämlich in Deutschland keine so strenge Finanzmarktregulierung, die sich da in den Weg stellen würde. Du kannst also rein theoretisch einfach über einen Broker an z.B. an einer Börse (ggfs. Auslandsbörse) diese Fonds kaufen.

Aber Du solltest es nicht tatsächlich tun. Das Problem sind nämlich die Steuern. Wenn Kapitalanlagegesellschaften keine Daten nach deutschem Steuerrecht veröffentlichen, und das tut Vanguard für seine US-Fonds nicht, dann werden sie mit einer sehr hohen Strafsteuer belegt. Das macht die Anlage unattraktiv. Und die US-Investmentindustrie möchte natürlich nicht, dass Du günstige US-Fonds kaufst. Sonst würde sie in Konkurrenz zu ihren europäischen Ablegern treten. Das würde denen ihr Geschäft mit den höheren europäischen Gebühren vermiesen. Deshalb wirst Du auch nicht damit rechnen können, dass sich daran etwas ändert.

Viele US-Kapitalanlagegesellschaften, so auch (Vanguard) und (DFA), bieten entsprechende europäische Fonds an, allerdings mit den europatypischen höheren Gebühren, viel höheren Mindestanlagesummen und schlechteren Bedingungen (Anteilsinhaber von europäischen Vanguard-Fonds werden nicht wie bei den US-Vanguard-Fonds automatisch Miteigentümer von Vanguard).

Daher bleiben im Endeffekt ETFs für den Normalanleger in Europa die praktikabelste Lösung…

Anonymous, - 22-04-’12 01:33
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