Dispo-Zinsen-Vergleich: vergleichsweise hoch
Klar: Man hat sein Girokonto nicht vor allem deshalb, weil man scharf auf den dabei in der Regel eingeräumten Dispokredit ist. Trotzdem sind ein Dispo und die dafür verlangten Zinsen ein wesentlicher Teil des Leistungspakets. Allerdings sieht es mit den Leistungen in diesem Bereich offenbar nicht allzu gut aus, wie eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW gezeigt hat.
Während der 3-Monats-Euribor nämlich auf historisch niedrigem Niveau liegt, haben die Dispozinsen für Privatkunden sich offenbar kaum bewegt. Bis zu 16,99 Prozent verlangen die Banken. Sprich: 16 Prozentpunkte über 3-Monats-Euribor. Noch schöner klingt das, wenn man es in Basispunkten ausdrückt, also hundertstel Prozenten: 1600.
Direktbanken sind durch die Bank günstiger
Ich will die von der Verbraucherzentrale aufgezählten Sünder jetzt nicht noch einmal komplett herunterbeten (trotzdem: Hallo, Citibank!), aber es ist schon auffällig, dass auch die teuerste Direktbank noch günstiger ist als die günstige Filialbank: ob Comdirect, Cortal Consors, DKB, ING Diba oder PSD: Über 10 Prozent liegt der Dispozins nirgendwo.
Am allergünstigsten ist offenbar seit Monaten die ostdeutsche DKB - 7,9 Prozent werden nur für den Dispo fällig. Andere bieten wahrscheinlich nicht mal Ratenkredite zu diesen Konditionen an...








Es ist schon verrückt, wie viele Menschen aus dem Dispo heraus leben. Viele bezahlen die monatlichen Beiträge für ihre Lebensversicherung, die mit ca. 2-3% p.a. verzinst wird, aus dem Dispo und bezahlen dafür 13-15% Dispozinsen. Wenn schon so, dann über eine Direktbank, die deutlich günstiger ist. Das Beispiel mit der DKB ist im übrigen gut und richtig.