Alstria, ich und die Dinge, die ich an Alstria hasse

Ereignisreiche Wochen liegen hinter uns: Bei Alstria sind keine aufregenden Dinge passiert (vom Verkauf eines kleineren Immobilienportfolios mal abgesehen), und ich habe nicht darüber geschrieben. Heute ist es mal wieder soweit: Es passiert was - der Bericht übers dritte Quartal wurde veröffentlicht. Und ich schreibe - wenn auch nicht so recht über den Quartalsbericht. Lieber mag ich all die Dinge aufzählen, die mich schon lange an Alstria nerven.

1. Alstria ist meine Lieblingsaktie

Das muss natürlich am Anfang stehen: Irgendwie ist mir dieses Unternehmen ans Herz gewachsen. Liegt wohl an den Problemen, mit denen es zu kämpfen hatte, der Übersichtlichkeit des Geschäfts und der Bilanz und auch an meiner Schreiberei darüber. Das macht natürlich Spaß, ist aber aus Investorensicht trotzdem schwachsinnig. Schließlich sollte mein Verhältnis zu einer Aktie zu jeder Zeit rein rational sein.

2. Alstria erfüllt die REIT-Eigenkapitalanforderungen nicht

Das wusste ich schon, als ich die Aktie gekauft habe, aber es hat sich seither nicht geändert: Alstrias Eigenkapitalquote liegt unter dem für deutsche REITs zulässigen Mindestwert. Das heißt: Entweder verliert Alstria irgendwann seinen REIT-Status oder es werden weitere Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals folgen - also Objektverkäufe oder eine Kapitalerhöhung. Nach riesigem Wachstum sieht das nicht aus.

3. Alstrias Immobilien werden immer nur abgewertet

Na gut: Dieses Jahr wirken die Bewertungen recht stabil, nicht umsonst konnten schon mehrere Immobilien zum Buchwert oder sogar darüber verkauft werden. Nichtsdestrotz würde ich gerne mal eine Aufwertung des Immobilienbestandes auf breiter Front erleben. Aber fürs Erste bin ich glücklich, wenn zum Jahresende keine weiteren Abwertungen folgen.

4. Alstria ist sehr auf wenige, wichtige Mieter fixiert

Mehr als 50 Prozent der Mieterlöse kommen von zwei Mietern: der Stadt Hamburg und der Daimler AG. Nun mag man die Stabilität einer öffentlichen Verwaltung und eines deutschen Traditionskonzerns schätzen. Ich fände ein bisschen mehr Streuung aber toll - gerade in Bezug auf kriselnde Autobauer.

5. Was zum Teufel sind diese Cashflow-Hedges?

In Alstrias Geschäftsberichten tauchen immer irgendwelche Cashflow-Hedges auf, die ihren Wert verändern. Ehrlich: Für mich sind die Dinger ein Buch mit sieben Siegeln. Kann mir jemand erkären, wozu sie gut sind?

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