Finanztest: Mit Gold durch die Krise?
Warnende Worte von der Stiftung Warentest zum Modethema
Manchmal muss man der Stiftung Warentest einfach dankbar sein: Immer mehr Menschen haben Gold über die vergangenen Monate hinweg immer lauter angepriesen, gerne auch sogar als besonders sichere Geldanlage. Klar also, dass sich auch Finanztest damit beschäftigt - und zwar wohltuend nüchtern. Sogar den Hinweis auf die Schwankungsanfälligkeit von Gold hat Warentest schon in der Pressemitteilung prominent platziert.
Außerdem rät Finanztest dazu, nur einen kleinen Teil des eigenen Vermögens in Gold anzulegen und gibt konkrete Anlageempfehlungen - sicher hilfreich für Privatanleger, die nicht in eine der vielen Fallen auf diesem Gebiet tappen wollen.
Einen Fehler muss ich aber doch bemängeln. In der Pressemitteilung heißt es doch tatsächlich:
"Dennoch können optimistische Anleger auf einen weiter steigenden Goldpreis setzen: Mit einem Goldminenaktienfonds beteiligen sie sich an Unternehmen, die Gold fördern. Anleger, die nur auf den Preis spekulieren wollen, sollten zu börsengehandelten Geldfonds oder Zertifikaten greifen."
Na, was ist falsch? Genau: Das Wort "Optimisten" in Zusammenhang mit Gold zu erwähnen, löst bei mir schon eine kleine Schmunzelattacke aus. Wer bezüglich des nahenden Weltuntergangs optimistisch ist, kann gerne jetzt noch Gold kaufen. Und statt "Geldfonds" sollte es bestimmt "Goldfonds" heißen. Geld(markt)fonds sind ja auch Mist. Aber das ist eine andere Geschichte.
Zum Weiterlesen
- Studie: Gold ist als Geldanlage untauglich
- Die Welt ist verrückt - nach Gold
- Neuer ETF - der ETFS Russell Global Gold Fund








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