ETFlab swappt jetzt auch - erster Short-ETF
Nun hat auch die Dekabank-Tochter ETFlab, die bisher mit einer komplett in Deutschland aufgelegten, voll replizierenden Produktpalette glänzte, einen ersten Swap-ETF aufgelegt: den ETFlab DJ EURO STOXX 50 Short. Mit dem können Anleger auf die umgekehrte Performance des Eurozonen-Bluechip-Index setzen. Ein großer Schritt also für ETFlab (möglicherweise), aber ein ziemlich kleiner für die Geld anlegende Menschheit.
Ich jedenfalls empfinde die fortschreitende Investmentpornoisierung des ETF-Sektors als enorm nervig. Klar: Mich zwingt keiner, die vielen merkwürdigen Produkte zu kaufen, die in den vergangenen Monaten aufgelegt wurden. Aber die Landschaft verändert sich eben und damit auch das Image der einst so schlichten und transparenten Produkte. Und wieder gibt es eine Produktklasse weniger, die man uneingeschränkt mögen kann. Schade, dass sich nun auch ETFlab aktiv an dieser Entwicklung beteiligt - schließlich waren die bisher eher puristisch aufgetreten.
Fakten zum ETFlab DJ EURO STOXX 50 Short
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Aber genug gejammert. Hier die Fakten zum ETF:
- ISIN: DE000ETFL334
- WKN: ETFL33
- Managementgebühr: 0,4 Prozent
- Ertragsverwendung: thesaurierend
- Benchmark: DJ EURO STOXX 50 Short
Die Verwaltungsgebühr liegt also auf dem Niveau des Konkurrenzproduktes von DB X-Trackers.
Und damit auch das nicht zu kurz kommt - hier noch die Warnung des Anbieters selbst vor dem unbedachten Einsatz eines solchen Anlagevehikels: "Mit diesem Produkt werden vor allem erfahrene Investoren angesprochen. Denn da der Short-ETF die inverse Performance des DJ EURO STOXX 50® immer nur auf täglicher Basis bietet, wird er nicht in allen Marktphasen exakt die konträre Performance zu einem entsprechenden Long-Produkt bieten. Das kann vor allem in Seitwärtsmärkten mit hoher Volatilität und bei längerer Haltedauer zum Tragen kommen."
Zum Weiterlesen
- Kriterien zur Auswahl und zum Kauf eines ETF
- ETFs: Was sind die größten Risiken?
- Verbraucherzentrale NRW: umfassende Informationen über ETFs








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