Offene Immobilienfonds: Neubewertungen beim Axa Immoselect

Das Management des derzeit geschlossenen Fonds hat über den Stand der Objektbewertungen informiert

Die Mitteilung trägt den langweiligen Titel "Axa Immoselect - Anteilspreisänderung", aber sie ist ziemlich interessant. Das Management des Offenen Immobilienfonds Axa Immoselect informiert darin nämlich über den Stand der turnusmäßigen Neubewertung seiner Immobilien - und zwar ziemlich detailliert. So wird erklärt, warum der Anteilspreis Anfang März um 6 Cent gefallen ist - vor allem Bewertungsverluste bei einer Immobilie in Spanien sind dafür verantwortlich.

Das betreffende Objekt in Albacete sei von 58,1 Mio. Euro auf 52,8 Mio. Euro abgewertet worden, so die Fondsgesellschaft. Die Gründe dafür: eine höhere Leerstandsquote, verringerte Mieten bei Anschluss- und Neuvermietungen.

Wertverluste der neu bewerteten Objekte des Axa Immoselect im Durchschnitt bei 3,4 Prozent

Offensichtlich wurden bei den im Februar vorgenommenen Neubewertungen vor allem Immobilien in Spanien relativ hart abgewertet - nämlich um durchschnittlich sieben Prozent. Der durchschnittliche Wertverlust aller im Februar bewerteten Objekte lag allerdings auch noch bei 3,4 Prozent. Das entspricht in diesen Tagen etwa einer Jahresrendite eines typischen Offenen Immobilienfonds.

Im Anteilspreis des Axa Immoselect schlugen sich die Wertverluste aber nur mit einem Minus von 0,4 Prozent nieder. Klar: Im Februar wurden nur Immobilien im Wert von gut 400 Mio. Euro bewertet. In den kommenden beiden Monaten steht allerdings ein größerer Batzen an Neubewertungen an - insgesamt geht es um Immobilien im Wert von 890 Millionen Euro, so die Fondsgesellschaft. Der geografische Schwerpunkt liege in Frankreich und Deutschland.

Die Mitteilung bedeutet wohl: Axa Investment Managers rechnet damit, dass für den Immoselect das Schlimmste überstanden ist, was die Neubewertungen angeht - zumindest für dieses Geschäftsjahr. Ein Grund für die Anleger, erst mal aufzuatmen?

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