Es ist zwar im Grunde nichts als Werbung, aber interessant ist die jüngste Pressemitteilung der Deutschen Börse über ihren ETC Xetra-Gold allemal. Das Unternehmen macht darin nämlich recht nachdrücklich auf den Erfolg von Xetra-Gold aufmerksam. Und man muss sagen: Donnerwetter!
Das Ding ist tatsächlich eine Mrd. Euro schwer. Beziehungsweise: Eigentlich wiegt es 38,5 Tonnen. Soviel Gold hat die Deutsche Börse nämlich zur physischen Deckung der Inhaberschuldverschreibung Xetra-Gold angekauft. Das verwahrt das Unternehmen nun in seinen Tresoren.
Ich weiß zwar, dass die Welt, getrieben von Endzeitphantasien einerseits und Inflationsängsten andererseits, in der jüngeren Vergangenheit ziemlich verrückt geworden ist nach dem gelben Metall, aber mit einem solchen Volumen hätte ich dann doch nicht gerechnet – zumal nach Angaben der Deutschen Börse tatsächlich vor allem Privatleute in Xetra-Gold investieren.
Sie haben Xetra-Gold zum mit Abstand größten über Xetra gehandelten ETC gemacht und die Deutsche Börse zum zweitgrößten ETC-Emittenten – obwohl Xetra-Gold ihr einziges Produkt ist. Dessen Marktanteil am ETC-Handel liegt bei sagenhaften 32 Prozent.
Deutet sich da etwa eine leichte Goldblase an? Ich glaube nicht – zum Jahresende liegt der Goldkurs sicher bei 2.000 Euro je Feinunze. Mindestens! (Achtung: Das war nur ein schlechter Scherz.)

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Der Vorteil von Xetra-Gold gegenüber anderen ETCs und Zertifikaten auf Rohstoffe liegt darin, daß der Emittent (die Deutsche Börse) dabei nicht in Rohstoff-Futures investiert, sondern das Gold physisch lagert. So kann vermieden werden, daß der Anleger Rollverluste erleidet.