Was ist ein zerrissener Geldschein noch wert?
Auch zerstörte Banknoten sind nicht unbedingt wertlos - oft kann die Bundesbank noch helfen
Ich weiß nicht, wie es Ihnen ging. Aber ich hatte als Kind tierische Angst davor, dass einer meiner wenigen, kleinen Geldscheine kaputt gehen könnte. Bis ich dann das erste Mal einen Zehn-D-Mark-Schein sah, der von einem Tesastreifen zusammengehalten wurde. Für Geldscheine gibt es also ein Leben nach der Zerstörung. Aber kann man sich darauf auch verlassen? Oder kann ein Schein doch wertlos werden, wenn man nicht gut auf ihn achtgibt?
Ich weiß: Das ist eigentlich kein Geldanlage-Thema. Aber es fasziniert mich immer noch, wahrscheinlich wegen des oben geschilderten frühkindlichen Mini-Traumas. Deshalb direkt die gute Nachricht:
Die Bundesbank ersetzt zerrissene Geldscheine
Dieser Satz gilt allerdings mit einer Einschränkung: Die Bundesbank rückt nämlich nur dann einen neuen Geldschein im Tausch gegen einen alten, kaputten raus, wenn der Hilfesuchende mehr als die Hälfte seiner kaputten Banknote einreicht. Logisch: Sonst gäbe es ja ein phantastisches neues Mittel zur Ausweitung der Geldmenge.
Ist kein so großes Stück mehr vorhanden, dann wird es für den geplagten Geldscheinruinen-Besitzer schon schwieriger. Er muss nämlich nachweisen, dass der Rest vernichtet wurde. Und das dürfte nicht leicht fallen. Der Bundesverband deutscher Banken hat deshalb einen praktischen Tipp parat: Geht ein Geldschein kaputt, dann sollte dessen Besitzer alle Teile aufsammeln - und seien sie auch noch so klein.
Bei kleineren Beschädigungen (durchs Waschen und ähnliche Malheurs) hilft übrigens vielleicht auch die eigene Hausbank. Im Ernstfall aber halt nur die Bundesbank. Das ist aber weniger schlimm, als es klingt - die Bundesbank hat nämlich überraschend viele Filialen. Und die sind scheinbar ganz gut beschäftigt mit dem Umtausch zerstörter Geldscheine: Im Jahr 2009 haben die Bundesbürger nämlich kaputte Banknoten im Wert von 22 Mio. Euro zurückgebracht.
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zwei Kommentare
Hallo sparFuxx,
schöne Idee – ich habe nur leise Zweifel, was die Legalität dieser Geldschöpfungs-Methode angeht. ![]()
Ich habe den Verdacht, dass mein Text einfach nicht besonders präzise formuliert ist. Diese Passage
Ist kein so großes Stück mehr vorhanden, dann wir es für den geplagten Geldscheinruinen-Besitzer schon schwieriger.
erweckt bei mir nämlich den Eindruck, dass es sich schon um mehr als die Hälfte des Geldscheins in einem Stück handeln muss.
Ich frage aber gerne noch mal nach (und verbessere direkt mal den Rechtschreibfehler im zitierten Text).
Viele Grüße
Holger








Hallo,
reicht es wirklich, mehr als die Hälfte zu haben?
Dann habe ich auch eine Idee zur Geldvermehrung:
- ich nehme zwei Scheine zu je 10 Euro
- von einem Geldschein schneide ich das rechte Drittel ab, vom anderen das linke Drittel.
- die beiden Geldscheine, die nur noch zu zwei Dritteln existieren, tausche ich gegen zwei neue ein.
- zusätzlich nehme ich die zwei Drittel-Stücke, welche zusammen ja auch mehr als die Hälfte eines Scheins sind, und tausche die ein.
Dann hätte ich 10 Euro gewonnen. Das darf doch aber nicht gehen, oder?
Viele Grüße,
sparFuxx