Ein paar Änderungen beim Privatanleger

Keine Werbung mehr und weniger Artikel

Der eine oder andere hat es (hoffentlich) schon bemerkt: Beim Privatanleger gibt es seit ungefähr zwei Wochen keine Google-Anzeigen mehr. Auch am Layout habe ich ein paar Dinge geändert. Und inhaltlich möchte ich das Blog auch sanft neu ausrichten. Und zumindest kurz möchte ich meine Entscheidungen auch erklären.

Warum keine Google-Anzeigen mehr?

Als ich mit dem Blog begonnen habe, habe ich hauptsächlich als freier Journalist gearbeitet. Meine Ziele damals: ein wenig experimentieren, ein wenig mein Profil schärfen, mittelfristig vielleicht etwas auftraggeberunabhängiges Zusatzeinkommen aufbauen. Damals hatte ich zwar auch sonst viel zu tun, aber ich war flexibel und gewillt, einiges an Arbeit in das Blog zu stecken - und auch mal einen Artikel mit Blick auf die Eignung als Klickmagnet zu schreiben.

Inzwischen hat sich an meiner Situation einiges geändert: Ich bin Angestellter (bei der Verbraucherzentrale NRW), zeitlich weniger flexibel, und der Ehrgeiz, Zusatzeinnahmen zu generieren, ist bei mir auch etwas in den Hintergrund getreten. Das hat damit zu tun, dass man als Angestellter nun mal ein Einkommen bezieht, aber auch damit, dass man womöglich ein Gewerbe anmelden muss, wenn man mit einer Website ernsthafte Einnahmen aus Anzeigenschaltungen erzielt. Hinzu kam: Bei Google schalten natürlich auch solche Unternehmen Anzeigen, über die ich beruflich (und in diesem Blog) nie ein gutes Wort verlieren würde - Börsenbriefanbieter, Betreiber von irgendwelchen Forex-Zock-Seiten etc. Klar: Anzeigen sind das eine, redaktionelle Äußerungen im Blog das andere. Aber man muss Interessenkonflikte ja nicht heraufbeschwören.

Also sind die Anzeigen erst mal weg. Und ein Ersatz durch Systeme wie Flattr oder Kachingle ist vorerst nicht mehr geplant.

Blogroll wieder direkt auf allen Seiten

Eine weitere Änderung betrifft die Blogroll. Die hatte ich nach der Umstellung auf das aktuelle Layout auf eine eigene Seite ausgelagert. Inhaltlich fand ich das sehr schick, weil ich so eine kleine Erläuterung zu allen Blogroll-Links packen konnte. Für die verlinkten Blogs ist aber vermutlich die jetzige Lösung besser: Verlinkung von allen Seiten des Privatanlegers. Schließlich gibt es hier nach wie vor kein Nofollow - weder in Artikeln noch in der Blogroll noch in Kommentaren.

Aber fragen möchte ich trotzdem noch mal: Ist es so besser - oder gibt es tatsächlich jemanden, der sich die auf einer eigenen Seite komprimierte Blogroll zurückwünscht?

Weniger Artikel, mehr Meinung

Eine weitere Änderung betrifft die inhaltliche Ausrichtung des Blogs. Grundsätzlich finde ich es als alter Nachrichtenjournalist durchaus interessant, über Entwicklungen bei Offenen Immobilienfonds oder auf dem ETF-Markt zu berichten, die bei Mainstream-Medien eher nicht vorkommen. Aber manches mal in den vergangenen Monaten hat diese Ausrichtung auch dazu geführt, dass ich meine Zeit für ziemlich triviale und auf Pressemitteilungen basierende Artikel verwandt habe. Ich glaube, das ist weder für die Leser noch für mich selbst optimal. Schließlich sind originellere Artikel interessanter für alle. Und wenn das dazu führt, dass künftig etwas seltener neue Artikel erscheinen, ist das hoffentlich okay. Ich freue mich in jedem Fall darauf - schließlich gibt es auch in anderen Bereichen viel zu tun.

Das war's. Mal schauen, wo das hinführt.

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zwei Kommentare

Arkad

Bon soir,

wie Du weist, hat mir Dein Blog im alten Gewand sehr gut geallen. Gleichwohl hören sich die Neuerungen interessant an und ich kann mir gut vorstelen, dass die Atraktivität Deines Blogs nochmals gesteigert wird. Die Sache mit der Blogroll ist natürlich OK so ;-)

Gruß,
Arkad

PS: Viel Erfolg im neuen Job!
PPS: Naja, ein bisscehn Adsense schadet nie^^

Arkad, (URL) - 22-06-’10 21:17
Holger

Hi Arkad,

danke für die guten Wünsche (auch wenn der Job soo neu gar nicht mehr ist). Was Adsense angeht: Ich bin in jedem Fall froh, dass ich jetzt mal Erfahrungen damit sammeln konnte. Aber eine abschließende Meinung hab ich mir immer noch nicht darüber gebildet – ein bisschen Geld kann man ja auf jeden Fall damit verdienen, aber wie viel muss man einnehmen, damit sich der Arbeitsaufwand für 300 Artikel lohnt? Aber klar: Ist ja erst mal Spaß mit ein bisschen Zusatzverdienst. :)

Holger, (URL) - 22-06-’10 21:34
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