Offene Immobilienfonds im Depot

Über die aktualisierte Studie zur risikosenkenden Wirkung Offener Immobilienfonds hatte ich zuletzt schon geschrieben - allerdings mit starkem Fokus auf die Korrelation Offener Immobilienfonds mit anderen Anlageklassen. Für Suite101 habe ich jetzt einen weiteren Artikel dazu verfasst, der sich etwas grundsätzlicher damit auseinandersetzt.

Schließlich sind die Ergebnisse der Studie im Grunde spektakulär: Bis zu 30 Prozent Anteil am Wertpapierdepot eines Privatanlegers sollten Offene Immobilienfonds danach haben. Damit soll eine Senkung des Risikos riskant aufgestellter Depots um 42 Prozent erreicht werden - ohne Renditeverlust.

Der Artikel stellt die Studienergebnisse im Überblick vor. Und er geht zumindest kurz auch auf das Problem ein, das es damit gibt: Die Studie betrachtet einen Zeitraum von weniger als 20 Jahren - und da hat eine Krise von der Stärke, die wir in den vergangenen Monaten durchgemacht haben, eben auch starke Auswirkungen auf die Rendite von Aktien. Und schwupps - schießt der Anteil Offener Immobilienfonds am Depot in die Höhe. Das heißt aber natürlich nicht, dass die Studie unseriös ist oder schlampig gearbeitet wurde.

Es zeigt allerdings eine Schwäche dieser ganzen Markowitz-Optimiererei: Man kann optimale Depots immer nur für vergangene Zeiträume bestimmen. Und vergangene Zeiträume sind halt - vorbei. Deshalb suggerieren solche mathematischen Modelle eine Genauigkeit, die letztlich einfach nicht zu erreichen ist, wenn man Anlage-Entscheidungen für die Zukunft trifft. Deshalb können einfachere Methoden der Asset Allocation eben zu genauso guten Ergebnissen führen.

Ich werde jedenfalls nie ein Drittel (oder auch nur ein Viertel) meines Depots mit Offenen Immobilienfonds bestücken.

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