Auch wenn das Thema Fußball auf dieser Website langsam überhand nimmt: Dass mal wieder EM ist, lässt sich nicht leugnen - ebenso wenig wie die Tatsache, dass große Turniere nicht nur für niederländische Fußballfans, sondern auch für Anleger und Sammler aller Nationen negative Begleiterscheinungen mit sich bringen. Zum Beispiel: Gedenkmedaillen. Der Bankenverband warnt jetzt - wie schon vor zwei Jahren zur WM: Die Dinger sind für Anleger nicht geeignet. Und wie schon vor zwei Jahren berichte ich darüber und über die feinen Unterschiede zwischen Münzen und Medaillen.
Das Problem: Hinter Begriffen wie "Medaille" oder "Gedenkprägung" kann sich so ziemlich alles verbergen. Und auch wohlklingende Schlagworte wie „Sonderprägungen“, „streng limitiert“, „höchste Prägequalität“ oder „künftige Rarität“ sind letztlich nur eines: Werbung. Deshalb warnt der Bankenverband: "Nicht jede angebotene Gold- oder Silberprägung eignet sich zur Anlage. Das gilt insbesondere für Medaillen."
Münzen sind Zahlungsmittel, Medaillen irgendwas
Während Münzen nämlich gesetzliche Zahlungsmittel sind, die einen festen Kurswert haben, gibt es bei Medaillen keinen Fixpunkt, keinen Geld- oder Währungsbezug. Jeder darf sie herstellen. Und auch ein funktionierender Markt für An- und Verkauf existiert nach Angaben des Verbandes normalerweise nicht. Ebay zählt hier wohl nicht.
Außerdem, so der Bankenverband, klaffe zwischen Verkaufspreis der Medaillen und dem Materialwert oft eine große Lücke. Das allerdings ist häufig auch bei offiziellen Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland der Fall. Wer Medaillen erwirbt, sollte sich jedenfalls darauf einstellen, dass er sie irgendwann nur mit Verlust verkaufen kann. Daher: Liebhaberei - ja, Geldanlage - eher nicht.

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Es hängt halt vom Edelmetallgehalt ab. Aber generell sind diese Medaillien die dauernd versucht werden, einem Anzudrehen, ihr Geld nicht wert. Meist gibt es für das Geld auch schon richtige Münzen.
LG und gute Nacht Ulrich