Rohstoff-ETFs im Vergleich: der iShares Dow Jones-UBS Commodity Swap

Wer in Rohstoffe investieren will, tut das am besten mit Hilfe eines Investments in breit diversifizierte Indizes von Rohstoff-Futures, das hatten wir in den vergangenen Folgen unserer kleinen Rohstoff-Serie schon festgestellt. Aber wie funktioniert das praktisch? Nun: Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: ETCs (Exchange Traded Commodities, börsengehandelte Rohstoffe) und ETFs (Exchange Traded Funds, börsengehandelte Indexfonds also). Erstere allerdings sind rechtlich Inhaberschuldverschreibungen und unterliegen einem Emittentenrisiko. Das fällt bei den als Sondervermögen aufgelegten ETFs flach. Daher stelle ich nun nacheinander vier Rohstoff-Fonds vor, die in Deutschland zugelassen sind.

Marktführer iShares hat einen Rohstoff-Indexfonds mit Domizil Deutschland im Angebot. Wie alle Rohstoff-ETFs ist er thesaurierend und nutzt Swaps zur Abbildung der Index-Performance. Der zugrunde liegende Index ist der Dow Jones-AIG CommoditySM. Abgebildet wird die Total-Return-Variante des Index. Das heißt, Zinsgewinne aus den für den Erwerb von Futures zu hinterlegenden Sicherheiten werden bei der Performance berücksichtigt.

So wird der Dow Jones-UBS Commodity-Index gebildet

Das Anlageuniversum des Index besteht aus den liquidesten Futures auf 23 Rohstoffe, die in den USA oder in London gehandelt werden. Daraus werden 19 Futures für den Index ausgewählt. Die Kriterien dafür sind das Handelsvolumen (mit doppeltem Gewicht) und das Produktionsvolumen aller 23 Rohstoffe.

Bei der Zusammensetzung des Index gilt: Kein Future darf weniger als 2 Prozent oder mehr als 15 Prozent des Indexvolumens ausmachen. Außerdem darf kein Rohstoffsektor mehr als 33 Prozent des Indexvolumens ausmachen. Dadurch wird also eine breite Diversifizierung des Index gewährleistet. Die Zusammensetzung des Dow Jones-AIG CommoditySM wird einmal im Jahr überprüft und verändert.

Derzeit führt dieser Mechanismus der Indexbildung nach iShares-Angaben dazu, dass dies die fünf größten Positionen sind: Rohöl (15,38 % - mehr als 15 %?), Kupfer (9,72 %), Soja (7,94 %), Gold (7,89 %), Natural Gas (7,44 %). Betrachtet man die einzelnen Sektoren, dann macht Energie 31 Prozent aus, Industriemetalle stehen für 23 Prozent, Getreide für 17 Prozent, Edelmetalle für 11 Prozent, Soft Commodities für 9 Prozent, Vieh für 6 Prozent und der Rest für 3 Prozent.

Fakten zum iShares Dow Jones-UBS Commodity Swap

  • WKN: A0H072
  • ISIN: DE000A0H0728
  • Auflagedatum: 7. August 2007
  • Fondswährung: Euro
  • Total Expense Ratio (TER): 0,47 %
  • Fondsvolumen (Mai 2009): 134,5 Mio. Euro
  • Max. Spread: 5 %
  • Xetra-Liquiditätsmaß: 4,14

Die Angaben basieren auf dem Fact Sheet von iShares und der Website der Deutschen Börse.

Update 13. Juni 2009

Der Fonds hat seinen Namen von iShares Dow Jones-AIG Commodity Swap in iShares Dow Jones-UBS Commodity Swap geändert, die WKN bleibt aber gleich. Der recht einfache Grund: auch der abgebildete Index hat nach einer Übernahme seinen Namen geändert.

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