Alstria und ich - der Quartalsbericht
Heute ist Berichtstag. Der Quartalsbericht von Alstria Office ist auch schon veröffentlicht. Und nicht nur das: Ich habe ihn sogar schon gelesen. Erst die Fakten: Umsatz 25,7 Mio. Euro (+9 %), Funds from Operations 8 Mio. Euro (-10,5 %), Ergebnis/Aktie -0,10 Euro (-187,6 %), NNNAV/Aktie 12,56 Euro (-3,6 %), REIT-Eigenkapitalquote 38,9 % (-1,4 Prozentpunkte). Jetzt die Gedanken.Beim Durchlesen: Oh, gestiegene Umsatzerlöse! Na ja, keine Überraschung. Ein Minus beim Konzernergebnis? Hmm. FFO gesunken. Na gut, war angekündigt. Eigenkapitalquote auch wieder gesunken. Tja. Nicht toll insgesamt. Wieso schon wieder ein Konzernverlust? Neue Abwertungen? Na ja, Lagebericht lesen.
So so, Prognosen eingetroffen. Toll. Immobilienmarkt in Schockstarre. Ist klar. Oh, sie erwähnen tatsächlich konkrete Verkaufsverhandlungen! Und sogar schon einen unterzeichneten Verkaufsvertrag! Na ja, 19,6 Mio. Euro sind jetzt nicht der Hammer. Aber immerhin: über Buchwert (auch wenn der zwischenzeitlich wahrscheinlich gesunken war - die Bewertungen der einzelnen Objekte kenne ich ja nicht).
Dann Blabla, Qualitätsimmobilien, Widerstand gegen Marktwidrigkeiten, alles gut. Verlängerung der Kreditlinie, Refinanzierung eines anderen Kredites, nichts Aufregendes. Was ist das? "Es ist uns klar, dass der Entschuldungsprozess äußerst schmerzhaft für Bestandsaktionäre sein kann - gleichwohl er für potenzielle neue Aktienkäufer hochattraktiv sein kann." Gilt das wohl auch für Altaktionäre mit einem Einstandskurs von 4,23 Euro? Und was genau sind "neue Aktienkäufer"? Hoffentlich nicht Käufer neuer Aktien, sondern neue Käufer alter Aktien. Schließlich wollte der Vorstand das Wort "Kapitalerhöhung" bisher nie in den Mund nehmen. Na ja, hat er jetzt ja auch nicht.
Dann wieder Blabla: Asset-Management, konstante Leerstandsquote, schön.
Ertragslage: Operatives Ergebnis im Rahmen der Prognose, aber Abwertung des Portfolios um 8 Mio. Euro wegen der Erhöhung der Grunderwerbsteuer in Hamburg um einen Prozentpunkt. Warum machen die so was überhaupt? Läuft der Immobilienmarkt da noch zu gut? Dann zusätzliche Grundstücksbetriebskosten und höhere Finanzierungskosten. Okay, nicht allzu aufregend. Schließlich die Entwicklung der Zins-Hedging-Derivate. Nervt. Zins sinkt, Alstria profitiert nicht davon. Wann kommt das endlich? Ich will neue Hedges!
So, um 10 Uhr wird die Presse- und Analystenkonferenz live übertragen. Ich kann sie mir aber erst abends anhören. Oder morgen. Ich muss ja arbeiten. Aber wenigstens schaue ich mir vorher noch an, was Mr. Market zu den Zahlen sagt.








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