So funktioniert die "Overcollateralization" bei den DB-X-trackers-ETFs
Die Deutsche-Bank-Tochter DB X-Trackers verkauft ihre Methode der Überbesicherung von Swap-ETFs als "Generation 3" der Indexfonds. Slogan: "Perfect Index Tracking with Peace of Mind". Aber wie sollen die ETFs nun die perfekte Indexabbildung bei gleichzeitiger Beruhigung der Investoren schaffen? Zum Glück gibt's ein Dokument im Internet, das (fast) alles erklärt.
Selbstverständlich erklärt es zunächst einmal, dass das Risiko de facto schon immer minimal war. Ist ja klar. Jetzt wird es aber noch minimaler. Und zwar so: Bisher war die Höhe eines Swaps mit einem Kontrahenten auf maximal zehn Prozent des Fondsvermögens begrenzt. Dies bleibt auch weiter so.
Nun liefert der Swap-Kontrahent (bei den DB X-Trackers ist das die Deutsche Bank selbst) Vermögenswerte als Sicherheiten. Das müssen Wertpapiere wie Aktien aus OECD-Ländern, Anleihen oder Fonds sein. Die bleiben in einem zweckgebundenen Depot, das eigens für den ETF eingerichtet wurde, und werden auch nicht verliehen.
Der Trick dabei sind aber nun nicht die Sicherheiten an sich, sondern eben die "Overcollateralization": Der Wert der Sicherheiten soll immer den Wert des Swaps übersteigen - also auch das Ausfallrisiko, das scheinbar viele Fondsanleger fürchten. Tritt nun der schlimme Fall ein, dass der Kontrahent in die Pleite rutscht (was wir wirklich nicht hoffen wollen), dann gehen die Sicherheiten ins Eigentum des ETF über. Voilá - Ausfallrisiko weg. Gut, wenn die Deutsche Bank irgendwann zahlungsunfähig wird, dürften wir noch ein paar andere Problemchen haben als den Verlust von 5 oder 10 Prozent des ETF-NAV, aber darum geht es ja an dieser Stelle nicht.
Die Vorteile der Overcollateralization
Die Fondsgesellschaft führt jedenfalls eine Reihe von Vorteilen ihrer Generation-3-ETFs an:
- Das perfekte Indextracking mittels Swaps ist weiterhin möglich - der Tracking Error wird nur durch die Fondsgebühren erzeugt.
- Es gibt kein Kontrahentenrisiko mehr.
- Es gibt sogar mögliche Performance-Verbesserungen durch die Swaps, die den Tracking Error nochmals reduzieren könnten.
- Und es werden keine Wertpapiere verliehen. Dies ist ein beliebtes Verfahren, mit dem voll replizierende ETFs ihre Kosten senken.
Angeblich sollen noch nicht einmal weitere Kosten für die Anleger entstehen. Wir hoffen das Beste - und behalten die Verwaltungsgebühren der DB X-Trackers im Auge.








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