REITs - ist ein Abschlag zum Buchwert normal?
REITs überall auf der Welt notieren derzeit deutlich unter ihrem Buchwert (NAV) - auch in Deutschland, wie ein Blick auf die beiden deutschen Vertreter Alstria Office und Fair Value zeigt. Bei beiden Aktien beträgt der Abschlag zum NAV mehr als 50 Prozent. Aber wie viel Luft ist noch nach oben?
Klar: Ich weiß es auch nicht. Zwar hat sich die Alstria-Aktie seit ihrem Tief vor einigen Monaten schon um mehr als 140 Prozent erholt, während das Fair-Value-Papier immer noch in der Nähe des Tiefpunktes notiert. Aber das ist halt nur der Blick auf die Vergangenheit. Und der hilft halt nicht wirklich, wenn es darum geht, die Zukunft zu prognostizieren.
Interessant kann so ein Blick zurück aber trotzdem sein. Vor allem, wenn er noch weiter zurückgeht. Also schauen wir mal auf eine interessante Grafik von Reita.org. Dort sind die Kurse britischer REITs (gemessen am Immobilien-Aktienindex EPRA UK) relativ zu ihrem NAV aufgetragen. Das Erstaunliche ist: Nur zu drei Zeitpunkten in den vergangenen 20 Jahren notierten die börsengehandelten Immobilienfonds überhaupt über ihrem Buchwert. Meist lag der Markt in seiner Gesamtheit darunter - mal mehr (wie derzeit), mal weniger (wie über weite Strecken in den 90er Jahren). Der durchschnittliche Abschlag zum NAV lag den Reita-Angaben zufolge bei stolzen 20 Prozent. Ein stolzer Wert, wie ich finde.
Also: Wie viel Luft nach oben ist nun noch für die REITs? Ich weiß es immer noch nicht. Die Grafik zeigt aber zumindest, dass man nicht einfach erwarten soll, dass die Aktien früher oder später wieder zum Buchwert notieren. Denn in der Vergangenheit waren REITs erstens sehr volatil und wurden zweitens meist mit einem Abschlag gehandelt. Wie groß der in Zukunft ausfällt? Schaun mer mal...








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