Alstria und ich - die Dividende (in Aktien)
Gestern war also die Hauptversammlung von Alstria – ohne mich. Ich musste arbeiten. Fast habe ich jetzt ein schlechtes Gewissen, wo ich doch so lang und breit über mein Kleinaktionärsleben berichte. Aber Hauptversammlungen zu schwänzen (und gleichzeitig sein Stimmrecht verfallen zu lassen), gehört halt auch dazu.
Was soll's. Auf der Tagesordnung stand zwar einiges, was der BVI auf seiner berühmten Liste sicher als kritischen Punkt vermerken würde – etwa die Ermächtigung zu einer bedingten Kapitalerhöhung (noch mal nachlesen, was das „bedingt“ genau bedeutet) oder der Beschluss zur Zahlung einer Dividende trotz eines Verlustes im abgelaufenen Geschäftsjahr (der allerdings vor allem aus Abwertungen resultierte – der Cashflow war ja positiv).
Apropos Dividende: Die beschäftigt mich schon. Dabei geht es mir weniger um die Frage, ob die Ausschüttung angesichts einer unter der Norm liegenden Eigenkapitalausstattung von Alstria angemessen ist. Viel interessanter ist für mich, ob ich nun für die Auszahlung der Dividende in Aktien optieren soll oder nicht.
Die bietet Alstria nämlich an – offenbar als erstes Unternehmen in Deutschland.Vor einigen Tagen machte das auch noch mal die Runde durch die Medien, obwohl der Vorstand genau diesen Schritt schon vor ca. einem halben Jahr angekündigt hatte.
Wie soll ich das nun finden? Aus Sicht des Unternehmens ist die Sache klar: Die Ausschüttung in Aktien belastet das Eigenkapital weniger als eine Barausschüttung. Offenbar lohnt sich da sogar ein Abschlag von 20 Prozent auf den Referenzkurs (der sich aus den Notierungen an mehreren Tagen nach der HV ergibt).
Und für mich? Das Bargeld brauche ich nicht (zum Glück, wäre ich auf die paar Euro angewiesen, sähe es finster aus). Steuerlich macht es wohl keinen Unterschied (obwohl da offenbar ein Restrisiko besteht), ein Discount ist ein Discount und damit auf den ersten Blick ein gutes Geschäft – vor allem dann, wenn der Markt die Alstria-Aktie immer annähernd korrekt bewertet (sie ist ja schon ziemlich gestiegen in den letzten Tagen...). Aber rein praktisch betrachtet: Kann ich die paar zusätzlichen Aktien im Depot brauchen? Womöglich kriege ich nur eine Teilzuteilung – wenn nämlich alle die Aktiendividende wollen, reichen die eigenen Aktien nicht für die komplette Ausschüttung.
Fragen über Fragen und wahrscheinlich eine weniger zielführend als die andere. Hätten sie doch ganz auf die Ausschüttung verzichtet...








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